Weiterentwicklung des Reifegradmodells für Gesundheitsämter mit Blick auf die IT-Sicherheit und TI-Integration

Im Rahmen des Projekts EvalDiGe wurde das Reifegradmodell für die Digitalisierung der Gesundheitsämter gezielt um die Themen IT-Sicherheit und Telematikinfrastruktur (TI) weiterentwickelt. Ziel ist es, aktuelle Anforderungen der digitalen Transformation stärker abzubilden und den Gesundheitsämtern eine praxisnahe Orientierung zu bieten.

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Überarbeitung der Dimension IT-Sicherheit. Diese wurde um zusätzliche Kriterien ergänzt und stärker an aktuelle Standards des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angebunden – insbesondere an die WiBA-Checklisten sowie das IT-Grundschutzprofil für Kommunalverwaltungen. Weiterhin wurden die folgenden Themen konkretisiert: IT-Sicherheitsmanagement, Notfallmanagement, Systemhärtung, Netzwerksegmentierung, Detektionsmechanismen sowie Identitäts- und Zugangsmanagement.

Darüber hinaus wurde eine neue Dimension zur TI eingeführt. Diese adressiert organisatorische, technische und prozessuale Voraussetzungen für die Anbindung und Nutzung der TI, beispielsweise in Bezug auf KIM, ePA oder sichere Netzanbindungen. Gleichzeitig bündelt die Dimension bestehende Leitfäden und Vorgaben der gematik und macht sie im Reifegradmodell nutzbar.

Die neu ergänzten Kriterien fließen nicht in die eigentliche Reifegraderhebung ein. Sie dienen als zusätzliche Orientierung für Gesundheitsämter, um aktuelle Handlungsfelder strukturiert zu erschließen und gezielt weiterzuentwickeln.

Die neuen Kriterien sowie das aktualisierte Reifegradmodell inklusive neuer Kriterien stehen im Downloadbereich (Abschnitt “Reifegradmodell als Exceldatei”) bereit.