Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation, die durch den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) maßgeblich vorangetrieben wurde, sind zahlreiche neue Technologieentwicklungen in den Fokus gerückt. In diesem Zusammenhang hat die Geschäftsstelle der UAG Digitalisierung zwei zentrale Technologien für den öffentlichen Sektor identifiziert und aus Perspektive des ÖGD näher betrachtet: Entstanden sind zwei sogenannte Whitepapers zu den Themen Open-Source-Software und Low-Code-Plattformen.
Wieso Low-Code-Plattformen und Open-Source-Software?
Herstellerunabhängige Systeme und Anwendungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus führen finanziell angespannte Haushalte sowie hochspezifische, individuelle Abläufe nicht selten dazu, dass gerade für Nischenbereiche eigene Anwendungen benötigt werden. In beiden Fällen können Open-Source Software und Low-Code-Plattformen helfen.
Low-Code-Plattformen ermöglichen die einfache und effiziente Entwicklung von Softwareanwendungen mithilfe vorgefertigter Bausteine, sodass Mitarbeitende auch ohne tiefgehende IT-Kenntnisse dazu befähigt werden, aktiv an Digitalisierungsprojekten mitzuwirken. Gerade kleinere Prozesse, die bislang analog oder nur teildigitalisiert bearbeitet werden, lassen sich so vollständig oder weitgehend digitalisieren. Die Nutzung solcher Plattformen reduziert somit die Abhängigkeit von IT-Fachkräften und Softwareherstellern. Sie bietet so Gesundheitsämtern eine solide Grundlage, um digitale Transformationsprozesse selbstbestimmt zu gestalten und zu realisieren.
Auch Open-Source-Software spielt im Kontext der digitalen Transformation eine wichtige Rolle: Die geopolitische Lage, zunehmende Abhängigkeiten von wenigen großen Softwareherstellern sowie individuelle Anforderungen können mit Open-Source ganz oder teilweise besser realisiert werden. Darüber hinaus ist die Anbindung weiterer oder anderer Systeme häufig einfacher zu realisieren als bei proprietärer Software. Open-Source trägt somit erheblich zur digitalen Souveränität bei und kann im Hinblick auf Interoperabilität besonders vorteilhaft sein.
Die Whitepapers der Geschäftsstelle der UAG Digitalisierung helfen mit Informationen und Checklisten dabei, die beiden Technologien richtig einzuschätzen, die eigene Nutzungsmöglichkeiten besser zu bewerten sowie eine strukturierte Vorgehensweise für einen Einsatz zu gewährleisten:
- Besseres Verständnis der Technologien: Ein grundlegendes Verständnis von Low-Code und Open-Source ist entscheidend. Die Whitepapers helfen dabei, die Unterschiede und Vorzüge beider Technologien zu erkennen.
- Bewertung der Anforderungen: Mithilfe der Checklisten können Sie die spezifischen Anforderungen Ihres Projekts identifizieren. So können Sie leichter entscheiden, welche Low-Code-Plattform am besten zu Ihren Bedürfnissen passt oder ob beispielsweise Open-Source grundsätzlich für Sie in Frage kommt.
- Planung der Implementierung und/oder Beschaffung: Eine klare Planung ist entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz dieser Technologien.
Die Whitepapers bieten Ihnen strukturierte Ansätze und Best Practices, um sicherzustellen, dass nichts übersehen wird, inklusive Überlegungen zu Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Datenschutz und weiteren Aspekten.
Zielgruppe der Whitepapers
Die Whitepapers richten sich an Mitarbeitende in Gesundheitsämtern, Landesgesundheitsämtern sowie in obersten Landesgesundheitsbehörden. Darüber hinaus adressieren sie IT-Verantwortliche in Gesundheitsämtern, öffentliche IT-Dienstleister und Rechenzentren, CIOs und CDOs in Verwaltungen sowie weitere Akteure im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Ziel ist es, diesen Zielgruppen eine fundierte Grundlage für die Auseinandersetzung mit Low-Code-Plattformen und Open-Source-Software zu bieten – als Orientierungshilfe, Entscheidungsgrundlage und Impulsgeber für die digitale Weiterentwicklung des ÖGD.
Die Geschäftsstelle der UAG Digitalisierung stellt die Whitepapers kostenlos unter folgendem Link zum Download zur Verfügung.
Bei Fragen können Sie sich jederzeit gerne an das Team der Geschäftsstelle der UAG Digitalisierung wenden.
E-Mail Geschäftsstelle: gst-uagdigitalisierung@paktoegd.de
Tel. Geschäftsstelle: +49 (0) 30 90282816